Ein Darlehen an einen Bekannten, ein verkauftes Auto, ausstehende Miete oder eine nicht bezahlte Dienstleistung: Schulden zwischen Privatpersonen sind alltäglich. Die meisten Gläubiger verzichten auf die Rückforderung, weil sie nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Das muss nicht sein: Der Einzugsweg ähnelt dem bei Unternehmensforderungen und kann ohne Vorauszahlung beschritten werden.
Welche privaten Schulden können eingezogen werden?
- Ein nicht zurückgezahltes Privatdarlehen (auch wenn es an Familienmitglieder oder Bekannte vergeben wurde).
- Zahlung für eine verkaufte Sache, zum Beispiel ein Auto, Geräte oder Möbel.
- Ausstehende Miete und Nebenkosten eines Mieters.
- Vergütung für eine erbrachte Dienstleistung, zum Beispiel eine Renovierung, einen Auftrag oder ein Werk.
Gemeinsame Voraussetzung: Der Anspruch muss übertragbar und auf Geld gerichtet sein. Nicht übertragbare Ansprüche, insbesondere Unterhaltsansprüche, werden auf diesem Weg nicht verfolgt; sie sind Gegenstand eines gesonderten familienrechtlichen und vollstreckungsrechtlichen Verfahrens.
Schritt 1: Beweise sammeln, auch wenn es keinen Vertrag gibt
Ein fehlender schriftlicher Vertrag macht den Fall nicht aussichtslos. Das Gericht würdigt alle Beweismittel. In der Praxis sind besonders hilfreich:
- Ein Überweisungsbeleg mit Verwendungszweck, etwa „Darlehen“, ist oft ein entscheidender Nachweis.
- Nachrichten: SMS, E-Mails oder Chatverläufe, in denen der Schuldner die Schuld bestätigt oder die Zahlung verspricht.
- Vertrag, Quittung, Übergabeprotokoll oder Verkaufsanzeige.
- Zeugen der Übergabe des Geldes oder der Sache.
Bei Darlehen über 1.000 zł verlangen die Vorschriften die dokumentarische Form. Dafür genügt sogar eine E-Mail oder SMS, die die Vereinbarung bestätigt. Je mehr Nachweise es gibt, desto besser ist Ihre Position.
Schritt 2: Zahlungsaufforderung
Eine formelle Zahlungsaufforderung mit Frist und Hinweis auf ein mögliches Gerichtsverfahren ist der kostengünstigste und wirksamste erste Schritt. Viele Menschen zahlen bereits dann, weil ein Schreiben eines professionellen Dienstleisters die Perspektive verändert: Die Schuld ist nicht mehr „eine Sache zwischen uns“. Zur Hauptforderung können Sie gesetzliche Verzugszinsen.
Schritt 3: E-Gericht oder herkömmliche Klage
Reagiert der Schuldner nicht, geht der Fall vor Gericht. Für dokumentierte Geldforderungen gibt es das elektronische Mahnverfahren (EPU), einen schnellen elektronischen Weg, der mit einem Zahlungsbefehl endet. Die Klage und die Vertretung im Verfahren übernimmt ein zugelassener Bevollmächtigter, ein Rechtsberater oder ein Rechtsanwalt Ihrer Wahl.
Ein praktischer Hinweis: Bei einer Klage vor dem E-Gericht gegen eine Privatperson muss deren PESEL-Nummer angegeben werden. Wenn Sie sie nicht kennen, ist der Fall damit nicht erledigt; es gibt rechtmäßige Wege, die Daten im Laufe des Verfahrens zu ermitteln. Dennoch ist es sinnvoll, die Schuldnerdaten möglichst früh zu sichern.
Achten Sie auf die Verjährung
Die Fristen sind manchmal kürzer als gedacht: Wiederkehrende Forderungen wie Miete verjähren nach 3 Jahren, Forderungen aus Verkäufen im geschäftlichen Verkehr bereits nach 2 Jahren; die allgemeine Frist beträgt 6 Jahre. Bei einem Schuldner, der Verbraucher ist, prüft das Gericht die Verjährung von Amts wegen. Warten Sie mit der Einreichung Ihres Falls deshalb nicht zu lange. In einer kostenlosen Prüfung ermitteln wir die Frist für Ihren konkreten Fall.
Was kostet das?
Wir rechnen erfolgsabhängig ab: Sie zahlen eine Provision auf den tatsächlich eingezogenen Betrag. Die Sätze sind transparent und beginnen bei 6 %; es gibt weder eine Anmeldegebühr noch ein Abonnement. Bei PozwijGo können wir die Gerichtskosten vorstrecken. Die vollständigen Provisionsspannen finden Sie auf der Seite Preise.
Was Sie schon heute tun können
Reichen Sie Ihren Fall online ein und fügen Sie alle vorhandenen Unterlagen bei: Überweisungsbeleg, Schriftverkehr, Vertrag. Wir prüfen kostenlos die Erfolgsaussichten und schlagen einen Weg vor. Über jeden weiteren Schritt entscheiden Sie.
Dieses Informationsmaterial (Stand lipiec 2026) stellt keine Rechtsberatung dar. Eine Einschätzung Ihres konkreten Falls erstellen wir nach Ihrer Meldung.
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